Brot & Alternativen
Unser täglich Brot



Mehl, am besten frisch gemahlen, Wasser, Salz, Sauerteig und viel Zeit -  mehr braucht es nicht um ein richtig gutes Brot zu backen.


Mittlerweile kennt fast jeder einen Menschen mit einer Weizenallergie, einer Glutensensitivität oder einer Zöliakie. Warum ist das so?


Nach Gründung der königlich bayrischen Landes­saatzuchtanstalt im Jahr 1902 fiel der Startschuss für die Züchtung von neuen Weizen­sorten. Die Forschung ging alleine in Richtung Ertrags­op­ti­mierung nebst einer guten Backfähigkeit. Der Erhalt von Vitaminen, Mineral­stoffen und Spuren­ele­men­ten spielte damals wie heute keine Rolle. 


Der Hybrid-Weizen passt sich den industriellen Anforderungen perfekt an. Kein anderes Getreide zeigt sich so einfach und vielseitig in seiner Verwendung wie das mittlerweile über Jahrzehnte hinweg veränderte Weizenkorn. Insbesondere das enthaltene Klebereiweiß (Gluten) sorgt für ein gutes Teigvolumen.


Sehr leckere glutenfreie Brötchen - einfach selbst machen, denn gekaufte Alternativen schmecken häufig nicht!


Brot aus angekeimten Saaten - natürliche Gluten- u. Zusatzstofffreiheit

Glutenfreies Knabberbrot mit Sauerkraut, eingelegter roter Beete und Kimchi, Keimlingen u. Kresse. Wenn man Routine im Herstellen von Fermenten hat, ist  immer ein hochwertiges und günstiges Lebensmittel im Haus!

Aschebrot - nach einem Rezept aus der Nakurapie von Florian Sauer

Rohkost-Brotecken aus gekeimtem Buchweizen u. Leinsamenschrot.
Getoppt mit schwarzer Olivencreme u. Sesamsprossen ... hmmh!


Heute wird die Verträglichkeit von Weizen an drei Dingen festgemacht:


  1. Gluten (Proteine), sie sorgen für eine gute Backeigenschaft und sind als starkes Allergen bekannt.
  2. ATI - Amylase-Trypsin-Inhibitoren (Proteine), sie dienen als Fraßschutz und zur Keimanregung. ATIs stehen im Verdacht Entzündungen im Körper zu verursachen.
  3. Fodmaps (eine Gruppe v. Kohlenhydraten), sie stehen im Verdacht den Darm zu reizen.


"Normales" Vollkorn-Mischbrot, aber dem Teig wird eine 24h-Teigruhe gegönnt


Laut Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan sind die ATIs für Symptome wie Durchfall, Blähungen und Gelenkschmerzen verantwortlich.


Die Überraschung war groß, als in weiteren Forschungsarbeiten aufgedeckt wurde, dass das Dinkelkorn mehr ATIs aufweist als der Weizen!

Das lässt den Schluss zu dass, wenn es um die Bekömmlichkeit geht, auch die Verarbeitung des Mehls eine große Rolle spielt.

Ein Dinkelbrot vom Biobäcker könnte also deshalb besser verträglich sein, weil es in der Vollkornversion verarbeitet wird und nicht wie der Weizen als Auszugsmehl, d.h., geschält und entkeimt, Verwendung findet.


Des Weiteren weiß man heute, dass die im Korn enthaltenen Fodmaps bei einer langen Teigführung abgebaut werden. Die im Sauerteig vorhandenen Milchsäurebakterien nutzen die Fodmaps für ihr Wachstum.


Leider wird eine lange Teigführung von bis zu 22 Stunden nur noch in wenigen traditionellen Bäckereien praktiziert. Die maschinelle Backstraße lässt dem Teig gerade mal 1 Stunde Zeit. Experten vermuten, dass mindestens jeder 10. Bürger an einer Weizen­un­ver­träglichkeit leidet (Quelle Bayerischer Rundfunk, YouTube, 2018).

Aus gekeimten Samen und Nussmilchtrester sind diese Knäckebrote entstanden

Rohes Kürbis-Knäckebrot - auch als leckerer Chipsersatz!

Ein selbstgemachtes Haferknäckebrot schmeckt pur schon sehr lecker - in Verbindung mit einem Rohkostsalat und einem Sesam-Hummus rundet es eine Salat-Mahlzeit wunderbar und zufriedenstellend ab





Es ist ganz einfach glutenfreie Brote, Brötchen, Kräcker und Pizzen selbst herzustellen. Auf Wunsch stelle ich Ihnen meine Rezepte zur Verfügung.


Rohkostrundlinge - sie werden bei 42° getrocknet und bringen neben der Gluten- u .Zusatzstofffreiheit auch die komplett erhaltenen Vitalstoffe aus dem Korn bzw. den Saaten mit. Links im Bild sehen Sie Chiachips.